Lagern auf der Turnierwiese 2017
"Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Alle Gruppen, die sich für 2017 beworben haben, bekommen in diesem Jahr auch einen Platz. Die nächste Bewerbungsfrist startet im Frühjahr 2018."
Tourist-Information
Verkehrsverein Rheingrafenstein e.V.

Berliner Straße 60
55583 Bad Münster am Stein-Ebernburg
Telefon 06708 - 641 78 0
www.bad-muenster-am-stein.de
Die Geschichte der Ebernburg
Die Ebernburg soll im 11. Jahrhundert von den Saliern erbaut worden sein, wofür es jedoch keine Anhaltspunkte gibt. Der Grund, warum die Machthaber damals hier eine Burg erbauen ließen, ist recht ein-leuchtend, wenn man sich die strategisch überaus wichtige Schlüssellage der Ebern-burg am Schnittpunkt mehrerer wichtiger Heer- und Handelsstraßen vor Augen hält.

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Pressebericht 2016

Marktbuden, Falkner und Ritterspiele lockten

Spektakel Ebernburger Markt bot Bewährtes und Neuerungen
Von Albert Kossmann

Bad Münster-Ebernburg. Kaum hatte es am Freitagabend 18 Uhr geschlagen, da tauchten geharnischte und gewandete Edelleute und schwer bewaffnete Haudegen sowie Schaulustige und der Magistrat im zünftigen Ornat auf und läuteten den 30. Mittelaltermarkt Ebernburg ein. Bis zur Sonntagnacht stand der Marktflecken im Zeichen des Mittelalters.
Tausende Gäste stellten den Kalender um sechs Jahrhunderte zurück und stürzten sich ins Getümmel. Bei der Zeitreise von der Zivilisation in eine andere Welt waren nur ein paar Schritte zu gehen. Der Weg führte durchs Tor, und schon waren die Besucher im Mittelalter, das gar nicht so grau daherkam, wie einige Geschichtsschreiber berichteten, sondern bunt, quirlig und voller Leben.


Ritter Goldmund, alias Stefan Köhl, machte seinem Namen alle Ehre und ließ das staunende Volk wissen, dass es seit der Annexion an die Kreisstadt mit der bajuwarischen Lebensfreude im Stadtteil nicht vorbei sei. Auf die vielen Auflagen der Stadt zum Fest machte er aufmerksam. Ein Beispiel: Alle Ehe-drachen waren an der Wache anzubinden, um die Feuergefahr zu mindern. Indes schoss Ortsvorsteherin Dr. Bettina Mackeprang genüsslich Pfeile in Richtung gestrenger „Adoptivmutter“ Bad Kreuznach (wir berichteten am Samstag). Da blieb Landvogt und Veranstaltungsleiter Frank Kaldenbach, der das Fest mit seinem Team einmal mehr vorbildlich organisiert hatte, nichts anderes übrig, als kundzutun „Wohl an, es sei“, und übergab das Spektaculum seiner Bestimmung, nämlich das Geld unter die Leute zu bringen, die Mägen zu füllen und den Durst zu löschen.
Das taten dann die gut gelaunten Besucher, nicht wenige waren in mittelalterlich anmutende Roben gehüllt. Sie genossen, was die Wirtshäuser, Tavernen und mehr als 100 Stände zu bieten hatten: Im gesamten Marktflecken Ebernburg roch es verführerisch nach allerlei leckeren Speisen. An allen Ecken griffen Barden zur Klampfe, musizierten nach Herzenslust und ließen Sackpfeifen und Schalmeien erklingen. Wohlriechende Gewürzaromen betörten die Marktbesucher. Pflanzenkundige gaben ihre Geheimnisse preis, und auch Trödel wechselte den Besitzer. Glitzertatoos wurden auf Haut gestochen und selbst gebrautes promillehaltiges Lebenselixier wurde feilgeboten, und es rieselte Ratschläge für Körper, Geist und Seele. Ein Dippemacher verkaufte Scherben aus Keramik, die in heimischer Werkstatt kunstvoll gedreht worden waren. Das Seherweib verriet die Zukunft und versprach rosige Zeiten für nur 30 Silberlinge. Nach einem Intermezzo der Spielleute rüsteten sich indes auf der Nahewiese vor der mächtigen Kulisse der Rotenfels-Bastei acht edle Recken zum Turnier um Ruhm und Ehre. Tausende Schlachtenbummler fieberten mit, nachdem Herold Michael Cornely das Signal gab: „Das Spiel möge beginnen.“ Bei dem Haudrauf-Gemetzel schlugen sich die Geharnischten Schwerter und Äxte um die Ohren, dass es nur so krachte, um die Hand einer schönen Frau, die liebreizende Tochter des Rheingrafen, zu gewinnen.


Großes Lob an die Verantwortlichen des Marktes Ebernburg, die mit einigen Neuerungen das Marktgeschehen noch bunter und interessanter machten: Ein Bader hatte sich eingefunden, der mit seiner Wasser-Guillotine Besucher, die sich nicht an seine Gebote hielten, kurzerhand „hinrichtete“. Neu war auch die Falkner-Darbietung von Stefan Krosfeld aus dem Sauerland, der acht Vögel mit großer Spannweite präsentierte und fliegen ließ. Unter den Gefiederten waren prächtige Eulen aller Art, Wüstenbussarde und eine exotische Rarität, ein Cordellieren-Adler mit mächtigem Flügelschlag.


Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach

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Letzte Aktualisierung am Samstag den 22. Juli 2017
 
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