Lagern auf der Turnierwiese 2017
"Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Alle Gruppen, die sich für 2017 beworben haben, bekommen in diesem Jahr auch einen Platz. Die nächste Bewerbungsfrist startet im Frühjahr 2018."
Tourist-Information
Verkehrsverein Rheingrafenstein e.V.

Berliner Straße 60
55583 Bad Münster am Stein-Ebernburg
Telefon 06708 - 641 78 0
www.bad-muenster-am-stein.de
Die Geschichte der Ebernburg
Die Ebernburg soll im 11. Jahrhundert von den Saliern erbaut worden sein, wofür es jedoch keine Anhaltspunkte gibt. Der Grund, warum die Machthaber damals hier eine Burg erbauen ließen, ist recht ein-leuchtend, wenn man sich die strategisch überaus wichtige Schlüssellage der Ebern-burg am Schnittpunkt mehrerer wichtiger Heer- und Handelsstraßen vor Augen hält.

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Pressebericht 2014

Von Beate Vogt-Gladigau
BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG - Wenn die Sprache derb wird, die Pizza Ritterfladen heißt, wenn der Klang von Schalmeien und Dudelsack durch den Flecken Ebernburg zieht und die Glöckchen an den Schuhen der Speluden und Gaukler klimpern, wenn betörende Düfte von Weihrauch bis Knoblauch die Nase reizen, wenn man im fackelerleuchteten Nachtdunkel nicht weiß, ob man Freund oder Feind begegnet – dann ist Mittelalterlicher Markt Ebernburg.
Drei Tage wird dann im historischen Ortskern zu Füßen der Burg des Franz von Sickingen und auf der Turnierweise das Rad der Zeit zurückgedreht, und es zieht Tausende Mittelalterfans zu dem Spektakel an der Nahe. Das war auch beim 28. Markt der Fall.
Während sich am Samstag rund um Rotenfels und Rheingrafenstein die Gewitterhexen austobten, blieb dieser magische Ort, genannt Bad Münster am Stein-Ebernburg, davon verschont. Erst lange nach dem begeisternden Konzert mit wirbelnden Tanzeinlagen der Frauengruppe „Irrlichter“ und nach dem Fackelzug fegten Regen, Donner und Blitz die Besucherscharen weg von den Gassen und hinein in die Tavernen und Spelunken. Den Sonntag streicht man am besten, was die Huld des Wettergottes betrifft.


Etwas war noch anders als gewohnt: Das waren die Akteure bei den offiziellen Eröffnungen. Schließlich hatte sich Bad Münster am Stein-Ebernburg vor elf Wochen nach Osten ausgeweitet, und die Zahl der Einwohner habe sich dadurch mehr als verzehnfacht, verkündete die neue Magistra voll „diebischer Freude“. Denn natürlich war im mittelalterlichen Tonfall Bad Kreuznach nach BME eingemeindet worden und nicht umgekehrt!
„Leert Eure Säckel“
Die Mannen und Maiden um den Magister der Gästezunft, Stefan (Köhl) von Ebernburg, hatten für die Lustbarkeit des Volkes aus allen Ecken des Erdballs Spielleute, Gaukler, Marketender, Handwerker, Hökerer, Ritter und Knappen rekrutiert. Als Dank sollten Edle und Gemeine aber ihre Geldkatzen öffnen. „Löscht Eure Kehlen, füllt Eure Mägen und leert Eure Säckel“, forderte die edle Bettina zu Mackeprang das gaffende Volk auf. „Geizhälse werden von der Stadtwache arretiert und zu einer Woche Frondienst in den städtischen Grünanlagen verpflichtet“, kündigte Herold Michl von Aragon mit grimmiger Miene an.
Zum Teil war der Markt am Samstag so übervoll, dass es nur noch im Schiebeschritt vorwärtsging. Trauben bildeten sich vor den Buden, wo Handwerker gerne über ihren Berufsstand sprachen. Hört, hört, erfuhr die vornehme Dame, wenn sie mit berauschenden Düften das traute Heim versinnlichen möchte, in der Schale, in der durch heiße Kohle das Fest für die Sinne bereitet wird, nur Vogelsand zu verwenden. Und wenn schon vom Spielplatz: „Dann bitte ungedüngt!“
Nicht nur alte Zünfte oder Musikgruppen trugen zum bunten Bild des Marktes bei, sondern auch so Typen wie der Bettler in Lumpen, der lautstark um Mitleid warb, der Medicus Dr. Dr. Dr. Bombastus, der gerufen wird, wenn es im Gedärme brummt und mit seinem Gehilfen, Bruder Leonardus, der zugleich Messweinverwalter (und sein bester Verkoster) ist oder Crazy Roderich, der Berater in allen Lebenslagen.
Was am Freitag „zum Akte geriet“, hatte gestern Abend ein zwar jähes, aber fulminantes Ende. Alle Akteure kehrten mit allem, was Krach machte, den Markt aus, gaben ihr Bestes bei einem spektakulären Finale auf der Marktbühne, öffneten die Tore des Fleckens Ebernburg wieder, und das 21. Jahrhundert kehrte zurück in Straßen und Gassen.

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Letzte Aktualisierung am Samstag den 22. Juli 2017
 
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