Lagern auf der Turnierwiese 2017
"Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Alle Gruppen, die sich für 2017 beworben haben, bekommen in diesem Jahr auch einen Platz. Die nächste Bewerbungsfrist startet im Frühjahr 2018."
Tourist-Information
Verkehrsverein Rheingrafenstein e.V.

Berliner Straße 60
55583 Bad Münster am Stein-Ebernburg
Telefon 06708 - 641 78 0
www.bad-muenster-am-stein.de
Die Geschichte der Ebernburg
Die Ebernburg soll im 11. Jahrhundert von den Saliern erbaut worden sein, wofür es jedoch keine Anhaltspunkte gibt. Der Grund, warum die Machthaber damals hier eine Burg erbauen ließen, ist recht ein-leuchtend, wenn man sich die strategisch überaus wichtige Schlüssellage der Ebern-burg am Schnittpunkt mehrerer wichtiger Heer- und Handelsstraßen vor Augen hält.

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Pressebericht 2013
Ritter und Edelleute geben sich die Ehre
16.09.2013 - BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG
Von Beate Vogt-Gladigau

MITTELALTERMARKT Allerlei Lustbarkeiten im Flecken Ebernburg

„Fresset und saufet, aber raufet und huret nicht – der Markt ist eröffnet!“ Wenn sich dergleichen derbe Sprache einschleicht, wenn dann kein Büttel kommt, um den Missetäter in Gewahrsam zu nehmen, sondern das Volk gröhlt vor Lachen und in Jubel ausbricht, dann ist das Mittelalter zurückgekehrt. Drei Tage lang machte die Zeit von Rittern, Knappen und Edelleuten Station im Flecken Ebernburg und auf der Turnierwiese und nannte sich nun zum 27. Mal „Mittelalterlicher Markt Ebernburg“.
Wettbewerb für Musiker
Anders als gewohnt war die Eröffnung im Hof der Ebernburg, denn Herold Michl von Aragon hatte die Heerschar der Spielleute, die zum Teil weit gereist über Knüppelpfade zum Fest kamen, zum Rapport gebeten. Bei „Ebernburg sucht den Superstar“ sollten die begnadetsten Musiker herausgefiltert werden. Nur diese waren würdig, auf den Gassen, der Bühne und in den Tavernen und Spelunken für Kurzweil und Vergnügen zu sorgen. Ein zunächst unbekannter „Löffelspieler“ hatte sich in die Riege der Speluden gemischt – und mischte mit seinem Auftritt gehörig auf, als „Löffel-Ludwig von Solingen“. Außerhalb des Mittelalters heißt er Ludwig Wilhelm und ist Verwaltungschef.


Prominenz gab sich bei den Proklamationen der Markt- und Festordnung jeweils zur Eröffnung zwar die Ehre, aber die Reihen des Magistrats waren von Mal zu Mal ausgedünnter, und der Weinstein trübte noch den Blick, wie der Herold respektlos bemerkte. Dies galt allerdings nicht für die Oberste des Magistrates, genannt Anna „Pipula Montis“ (Roeren- Bergs), die jeweils frischauf das Volk begrüßte und viel Huldigungen erhielt. Natürlich blickte die Schultheisin hellseherisch ins 21. Jahrhundert und orakelte, dass die Bad Münsterer ihren östlichen Nachbarn die Bulle des Landfriedens überbringen werden. „Es ist an ihnen, den wohlgefälligen Frieden zum Wohle unserer Städte anzunehmen.“ Hört, hört, welch kesse – oder weise – Prophezeiung!

Umjubelte Rheingräfin

Jubel brandete auf, als der Herold die Rheingräfin Johanna mit dem güldenen Haar vorstellte. „Schaut in ihre Augen! Wegen dieser Augen brach der Sängerkrieg auf der Wartburg aus.“ Ansonsten war stets alles trefflich bereit, und der Plebs brach in so frenetischen Jubel aus, dass Ziegel vom Dach fielen. Es ist nicht bekannt, ob jemand Schaden nahm.
Einen unverwechselbaren Charme entwickelt der Markt, auf dem über hundert Handwerksleute und mehr als ein Dutzend Musikgruppen und Gaukler für Lustbarkeit sorgten, wenn nur noch Fackeln das Nachtdunkel erleuchten. Wer Freund oder wer Feind ist, ist dann schwer auszumachen. Die schrulligen Gestalten kamen natürlich bei Tageslicht mehr zur Geltung. Nach vielen Jahren wieder dabei: Dr. Dr. Dr. Bombastus, der vor seiner Karriere als Medicus vorsichtshalber viele Jahre die Jurisprudenz studierte, um sich bei „Betriebsunfällen“ verteidigen zu können. Aber der Medicus ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Immerhin jeder zehnte Patient überlebt.
Neu dabei waren unter anderem Graf Friedrich Emich von Leiningen mit seinem Europäischen Uhu und Gräfin Ira Katharina von Habsburg mit Wüstenbussard Paula.
Nicht nur die Stadtchefin hatte dazu aufgerufen, dem Händler zu geben, was ihm gebühret, sondern auch der Herre Stefan Köhl von der Zunft der Schankwirte und Herbergsmeister, um „die Kindlein nähren zu können“.

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Letzte Aktualisierung am Samstag den 22. Juli 2017
 
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