Hotel Burgblick
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Bad Münster am Stein-Ebernburg

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Mittelalterlicher Mark bei


Presseberichte 2009
 

MITTELALTERFEST Veranstaltungsleiterin Leibenath zieht positive Bilanz
Rittertafel noch nie so lang

Auch beim 23. Mittelalterlichen Markt Ebernburg ist die Erfolgsgeschichte des Spektakulums im Flecken unter der Burg und auf der Turnierwiese fortgeschrieben worden. Rund 30000 Besucher waren gekommen, schätzt Veranstaltungsleiterin Nicole Leibenath, die an den drei Markttagen in die Rolle der "liebreizenden Marktvögtin" geschlüpft war, wie sie der Herold gerne umschmeichelte.


Bild: Nicole Leibenath und Michael Cornély

Die wachsende Anzahl historisch Gewandeter unter den Besuchern hat die Einnahmen geringfügig reduziert, aber das Bild in den Gassen belebt. Während am Freitag ein leichtes Plus und am Samstag ein Boom zu verzeichnen war, ist die Bilanz durch den Sonntag mit gewittrigen Regengüssen leicht getrübt worden.

Die Mischung des Programms, der Spielleute, der Handwerker und Händler war eine gelungene Mixtur, die bei den Mittelalterfans höchst willkommen war. Viele der Besucher schätzen an der mittelalterlichen Atmosphäre die Entschleunigung als Ausgleich in der Freizeit zum temporeichen und hochtechnisierten Zeitgeist, hat Leibenath erfahren. Dieser Trend nimmt zu, und "der Markt hat Zukunft" ist sie überzeugt.

Vielleicht ist es dem neuen Stadtrat oder dem Wahlkampf zu schulden, dass sich so viele Ehrengäste bei der offiziellen Eröffnung blicken ließen. Jedenfalls war die Rittertafel, an der sich die Honoratioren beim Schmause labten, noch nie so lang wie in diesem Jahr.


Bild: Klaus Dieter Härtel und Fritz Rudolf Körper

Auch die Live-Konzerte hatten den Geschmack des Publikums getroffen. "Dunkelschön" hatte die Fangemeinde mitgebracht. Die Kombination von mittelalterlichen und modernen Instrumenten einschließlich elektronischer Verstärkung sei zwar ein Experiment gewesen, gibt Leibenath zu, aber es ist akzeptiert worden. Dafür traten dann am nächsten Abend "Verres Arcis" unplugged auf. Die Newcomer mit Christian Rapp aus Ebernburg hatten ein Heimspiel. Durch ihr Engagement und als Stimmungsmacher kamen sie ohne Zugaben nicht von der Bühne.

Waren diese beiden Konzerte schon von unterschiedlichem musikalischen Charakter, so war durch die mystische Musik mit Harfe und Gesang von Sabine Hornung bei vielen Kerzen in der alten Wehrkirche eine dritte Gattung vertreten, die viel Beifall fand.

Ein neues Wort ist auf dem diesjährigen Mittelalterlichen Markt geprägt worden: Ebernburger-Sound. Denn wie die Mitglieder der Musikgruppen erzählten, gibt es das sonst auf mittelalterlichen Märkten nicht, dass alle Gruppen nicht nur einzeln, sondern auch gemeinsam spielen. Das Hörerlebnis ist beeindruckend.

Mit rund 800 Akteuren waren Zeltstadt und Heerlager auf den Nahewiesen beim Turnierplatz rekordverdächtig. Immer mehr Besucher suchen dieses Terrain mit vielen Attraktionen auf und bleiben auch noch lange nach Ende des Turniergeschehens.

Und das war beim 23. Markt wieder eine packende spannungsgeladene Geschichte, bei der die "Ritter der Burg Satzvey" auch ausgezeichnetes schauspielerisches Talent neben großem Können in verwegenen Stunts an den Tag legten. Vor allem Familien mit Kindern gehören zu den Stammgästen, die die einzelnen Darsteller mittlerweile kennen, sie aber immer wieder in anderen Rollen und unterschiedlichen Handlungen bewundern.

Text: Von Beate Vogt-Gladigau / Allgemeine Zeitung vom 22. September 2009

Fotos: Klaus Schmelzeisen - Altenbamberg
Fotorechte: MAURER-MG - Mönchengladbach
 

Mittelalterliches Leben lockte rund 32 000 Gäste an

Ebernburger Markt: Zweieinhalb Tage Gauklerspiel, Handwerkskunst, Wirtshausgaudi und Ritterturnier - "Markt der Kindlein" mit Märchen, Bogenschießen und Hufeisenwurf.
Gut 35 000 Menschen besuchten den Ebernburger Markt. Damit zog die weieinhalbtägige Großveranstaltung so viele Mittelalter freunde wie in den Vorjahren an.

Der Ansturm auf das Ebernburger Mittelalter- Spektakel ist ungebrochen. Und erstmals war der Besucherandrang am Samstag so stark wie sonst nur an Sonntagen.
Da strahlte denn auch Veranstaltungsleiterin Nicole Leibenath. Und weil das Wetter am gestrigen Sonntag weitgehend mitspielte, dürften die Besucherzahlen in Ebernburg wie in den vergangenen Jahren wieder rund 35 000 erreicht haben.

"Es kommen auch immer mehr Gewandete, dadurch wird der Markt noch bunter", hat Leibenaths Kollegin Bärbel Knoblach ausgemacht.
Das begeisterte auch zahlreiche Besucher, denen der Markt gerade deshalb besonders gut gefällt.

Dass ein Marktbesuch in Mittelalter-Kleidung im Trend liegt, haben auch die Händler längst erkannt. So sind in diesem Jahr viele Stände mit mittelalterlichen Kostümen zu finden. Dabei wurden nicht nur Gewänder für sie und ihn und den Nachwuchs angeboten, sondern auch vom Schwert über den Bogen bis hin zum Morgenstern die gesamte Palette ritterlicher Ausrüstung. Einige Gäste, die den Markt in Kleidung der Gegenwart betraten, verließen ihn am Abend als edles Burgfräulein oder tapferer Ritter.

Die Handwerkerstände taten ein Übriges zur Authentizität des Marktes. Ob Weber, Schmied oder Steinmetz, mittelalterliche Gesellen zeigten historische Handwerkskunst.
Einer der Anziehungspunkte war wieder einmal das Badehaus, wo Zeitgenossen deutlich machten, wie wenig prüde das Mittelalter war. Zudem gab es allerlei kulinarische Köstlichkeiten, wie Gewürze oder edle Obstbrände, die fahrende Händler unters Volk brachten.
Für den Nachwuchs war der "Markt der Kindlein" ein Muss. Da wurden Märchen erzählt, oder der Ritternachwuchs übte sich beim Bogenschießen oder im geschickten Werfen mit Hufeisen.

Leben in den Wirtshäusern

Die ganzen Tage über, besonders aber zu später Stunde spielte sich pulsierendes Mittelalter in den Wirtshäusern und Winzerhöfen ab.
Hier wurde mit Ebernburger Wein gefeiert, Spielleute forderten Männer und Frauen zum Tanz auf. Die Spielleute hatten zuvor schon als mittelalterliche Regenbogenpresse auf Plätzen und Gassen neueste Nachrichten, Tratsch und Klatsch musikalisch unters gemeine Volk gebracht.

Einen nicht ganz mittelalterlichen Versuch hatte Veranstaltungsleiterin Nicole Leibenath am Freitag auf die Marktbühne gezaubert. Denn die Formation "Dunkelschön" präsentierte sein Celtik-Medieval-Folk-Konzert sowohl mit mittelalterlichen als auch neuzeitlichen Instrumenten, was teils einem Rockkonzert doch sehr ähnelte.
Mittelalter-Musikpuristen konnten sich dafür bei den Melodien von "Verres Arcis" am Samstagabend freuen.

Einen Besuch wie nur selten an einem Samstag erfuhr auch das traditionelle Ritterturnier inmitten des Heerlagers, das in diesem Jahr mit mehreren Hundert Bewohnern so groß war wie noch nie. Dazu bot die Rittergruppe auf den Nahewiesen ein spektakuläres Turnier mit einer neuen Geschichte, in der der"Deutsche Orden" eine entscheidende Rolle spielte.

Text: Öffentlicher Anzeiger vom Samstag, 21. September 2009

Fotos: Klaus Schmelzeisen - Altenbamberg
Fotorechte: MAURER-MG - Mönchengladbach
 
Magistra warnt vor Raffgier
Jung und Alt feierte gestern begeistert die Eröffnung des 23. Mittelalterlichen Marktes in Ebernburg.
Der begann mit einen Novum: Erstmals eröffnete eine Frau den dreitägigen Markt, die Magistra Civium Anna Roeren-Bergs.

Und die warnte vor "raffgierigen Gestalten mit derbem Antlitz aus östlicher Richtung", die hiesige Ländereien in Besitz nehmen wollen. In den alten Gassen und Wirtshäusern wurde bei oft drastischer Musik gefeiert.

Text: Öffentlicher Anzeiger vom Samstag, 19. September 2009

Fotos: Klaus Schmelzeisen - Altenbamberg
Fotorechte: MAURER-MG - Mönchengladbach
 

Letzte Aktualisierung am Dienstag den 17. August 2010

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